Heimatliebe Eifel: Wenn #StayHome auf #Vanlife trifft

Urlaub in exotischen Ländern? Abenteuerreise rund um den Erdball? City-Tour durch Europas Metropolen? All das ist derzeit nur eingeschränkt möglich – Corona und undurchsichtige Einreise-Beschränkungen setzen tausende Travel-Junkies weltweit ganz plötzlich auf kalten Entzug. Was viele Globetrotter dabei aus den Augen verlieren: Der nächste aufregende Trip findet sich direkt vor der eigenen Haustür. Ein hoffnungsvoller Gedanke, den Julia ganz konkret ausgelebt hat: Mit dem CROSSCAMP startete die Reisebloggerin den Heimat-Roadtrip durch die Eifel.

Seit 2014 lebt Julia ihren Traum, mit ihren Reisen nicht nur ihren Lebensunterhalt zu verdienen, sondern vor allem sich selbst zu verwirklichen. „Der Schritt in die Selbstständigkeit war wahrscheinlich die beste Entscheidung meines Lebens, denn seitdem folge ich meiner Leidenschaft und führe ein selbstbestimmtes Leben nach meinen eigenen Regeln.“

Auf ihrem erfolgreichen Reiseblog „globusliebe“ teilt sie mit ihren LeserInnen dabei zwar durchaus Erlebnisse von allen fünf Kontinenten – in den letzten Jahren hat sich ihr Fokus aber immer weiter in Richtung Deutschland und Europa verschoben, erzählt uns die 33-Jährige: „Ich beschäftige mich mehr und mehr mit der Frage: Wie kann ich unseren wundervollen Planeten schützen – und trotzdem reisen? Deshalb möchte ich auch die Lust auf kleine Abenteuer vor der Haustür wecken, denn auch eine kleine Auszeit im eigenen Land kann neue Horizonte eröffnen.“

Aus Liebe zur Eifel: Zwei Schwestern entdecken ihre Heimat neu

Für ihren nächsten nachhaltigen Trip waren Julias Überlegungen also nicht nur angesichts Corona wortwörtlich naheliegend: Sie wählte ihre Heimat – die Eifel. Mit der Mittelgebirgsregion, die sich durch Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zieht und ebenso Teile von Belgien und Luxemburg umfasst, verbindet sie einige der schönsten Erinnerungen ihres Lebens. „Ich bin in der Vulkan-Eifel aufgewachsen. Später zog es mich für ein paar Jahre nach Berlin und in die Welt – jetzt bin ich zurück und lebe wieder an dem Ort, wo auch heute noch meine Familie, Freunde und Wurzeln sind.“

Ebenso schnell entschied sich Julia für die Freiheit des Vanlife – und damit für den CROSSCAMP. Schon früher reiste sie mit ihrer Schwester an Bord eines, wie sie es beschreibt, „klapprigen Hippiebusses“ durch Australien. Dort wurde ihr klar: „Es ist ein großartiges Gefühl, unterwegs alles dabeizuhaben, das ich brauche. Ohne Termine im Blick haben zu müssen. Und immer mit der Möglichkeit an der Hand, einfach loszufahren und dort anhalten zu können, wo ich möchte.“

Und auch einige Jahre nach ihrem Australien-Abenteuer entschied sich Julia dafür, erneut Schwester Melina mit an Bord zu nehmen. „Eigentlich kennen wir beide hier fast jede Ecke, gerade in der Vulkaneifel. Wir waren hier aber noch nie zuvor campen. Deshalb war der Trip eine großartige Chance, unsere Heimat zwei Wochen lang ganz neu für uns zu entdecken.“

Über ihre konkrete Route hatten sich die beiden im Vorfeld aber wenige Gedanken gemacht: „Wir sind losgefahren und wussten nur: Es geht erst einmal in die Nordeifel – das war es. Jeden Abend haben wir dann erneut zusammengesessen und auf unseren Smartphones geschaut, was der kommende Tag bringen könnte. Dazu muss man sagen: Der Empfang in der Eifel ist nicht der beste“, sagt sie uns mit einem Lächeln.

 

Wundersame Nordeifel: Auf ins Moor!

Und so ließen sich die beiden einfach von der Schönheit der Natur treiben. Etwa im Nationalpark Eifel, den die beiden bereits bei früheren Besuchen lieben gelernt hatten. „Der Park bietet eine unglaubliche Vielfalt. Besonders beeindruckend ist der Rursee, in dem du umringt von tiefen Wäldern entspannen kannst. Ein paar großartige Tage verbrachten wir auch auf dem hohen Venn, einer Region ganz in der Nähe des Nationalparks Eifel. Dort findest du überall Holzstege und Brücken für spontane Spaziergänge, kannst auf den vielen Fernwanderwegen aber genauso tagelang durch die Moore und Heideflächen streifen. Diese praktisch unberührte Natur war für uns ein Highlight der gesamten Reise."

Nach diesen eindrücklichen Naturwundern zog es Julia und Melina zunächst in die „City“ – genauer gesagt: in die malerische Kleinstadt Monschau an der Rur. Die ehemalige Textilhochburg, in der vor einigen hundert Jahren noch spanische Merinowolle zu feinsten Stoffen verarbeitet wurde, ist heute eine der ersten touristischen Anlaufpunkte der Eifel. „Vor allem auf dem Panoramaweg über der Stadt wirkt Monschau dank der vielen denkmalgeschützten Fachwerkhäuser beinahe so, als ob die Zeit stehengeblieben wäre.“

Nur etwas mehr als einen Kilometer von Monschau entfernt machten die beiden schließlich doppelten Halt an den Campingplätzen Perlenau und Rursee – mitten in der Natur, und einmal sogar inklusive Badebucht. Bei so viel Camper-Idylle kommt schnell die Frage auf: Wie lief es eigentlich mit der Stellplatzsuche im Corona-Sommer 2020? „Wir haben schon gemerkt, dass die Straßen und Plätze immer voller wurden. Unser Glück war, dass wir eine Woche vor den Sommerferien unterwegs waren – so waren wir selbst ganz entspannt unterwegs. Unser Eindruck war, dass in diesem Sommer, zumindest gefühlt, wirklich mehr Menschen an Camper Vans und Co interessiert sind, Campingplätze nutzen und ihren Urlaub in Deutschland verbringen.“ 

Teuflische Südeifel: Schlucht nach vorn!

Während die beiden Schwestern die Gewässer der Nordeifel meist als ruhig und besonnen kennenlernten, bewies das Nass in der Südeifel einen sehr viel stürmischeren Charakter. Etwa nahe der Irreler Wasserfälle, dessen einst rasende Stromschnellen zwar heute etwas an Fahrt verloren haben, aber nach wie vor entlang unzähliger Felsbrocken rasen. „Von der überdachten Holzbrücke, die zwischen Irrel und Prümzurlay über die Prüm führt, haben wir einen großartigen Blick auf die großen und kleinen Felsen gehabt, an denen sich das Wasser vorbeischlängelt“, erinnert sich Julia.

Die vielen Eindrücke konnten Julia und Melina abends im CROSSCAMP noch einmal ganz in Ruhe auf sich wirken lassen – am liebsten im Aufstelldach. „Weil man die Fenster jederzeit öffnen kann und dank der Fliegengitter trotzdem Ruhe vor Insekten hat, war es dort jede Nacht sehr angenehm und kühl. Unten war es zwar etwas wärmer, aber da wir beide Frühaufsteher sind, hatten wir damit überhaupt kein Problem.“ Kurzum: Es waren jene Nächte, in denen Julia auch ihre Vorbehalte gegenüber Aufstelldächern ad acta legen sollte. „Früher hatte ich immer Vorurteile gegenüber solchen Dächern. Im CROSSCAMP habe ich aber gemerkt: Ich schlafe darin unglaublich gut. Für eine Person ist der Platz mehr als ausreichend. Und durch die Fenster zieht immer ein angenehmer Luftstrom durch das Dach. Ganz abgesehen davon, dass die Perspektive von oben unvergleichlich ist."

Bewegte Vulkaneifel: Hinein ins Maar!

Ins Schwärmen kommt Julia bei der letzten Etappe des Roadtrips, die Melina und sie durch die Vulkaneifel führte. Und das nicht nur, weil Julia und Melina direkt vor Ort aufgewachsen sind: „Besonders die Maare sind wirklich cool – und ein echter Tipp für alle, die auf außergewöhnliche, aber trotzdem nicht überlaufene Orte stehen.“

 Für alle, die den Begriff „Maar“ noch nie gehört haben: Insgesamt finden sich im östlichen Teil der Eifel 75 der rund 11.000 Jahre alten Krater, die beeindruckende Zeugen der vulkanischen Vergangenheit der Region sind. Zwölf davon sind bis heute mit Wasser gefüllt – und damit, je nach Maar, perfekt für Schwimmer, Angler und Vogelkundler. Durch ihre runde Form und das klare, blaue Wasser werden die Maarseen auch „Augen der Eifel“ genannt.

Für die passende Badehose, Angel oder Tarnausrüstung bietet der CROSSCAMP jedenfalls immer genug Stauraum. Trotzdem rät Julia, dass Van-Verfechter für ihren Urlaub im kompakten Camper Van nicht gleich den ganzen Hausstand mitnehmen sollten: „Gerade, wenn der Trip mal etwas länger geht, sollte man darauf achten, das eigene Gepäck übersichtlich zu halten. Dafür kommst du mit dem CROSSCAMP in fast jede Parklücke und hast ein großartiges Gefühl beim Fahren, auch wenn du nicht unbedingt größere Fahrzeuge gewohnt bist.“

 

Die goldene Mitte zwischen Heimaturlaub und Fernweh

„In den letzten Jahren habe ich begonnen, deutlich mehr auf nachhaltiges Reisen zu achten. Ich versuche, möglichst wenig zu fliegen und bin deshalb immer öfter in Deutschland unterwegs", blickt Julia abschließend auf ihre vergangenen Touren zurück. 

Aber ich sage nicht: Für mich sind Fernreisen jetzt tabu. Ich freue mich also schon darauf, nach Corona auch noch einmal über die deutsche und europäische Grenze hinaus zu reisen.“ Heimatliebe und Globusliebe – das muss sich also nicht ausschließen.

Übrigens: Auf ihrem Blog „globusliebe“ erklärt Julia noch ausführlicher, warum sie den CROSSCAMP während ihrer Eifeltour in ihr Herz geschlossen hat.

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