Italienische Vanaissance: Crosscamp-Freiheit zwischen Schweiz und Toskana

Kein Hotel-Stress. Keine Termine. Keine Abhängigkeiten. Das war der Traum von Fotograf Max und seiner Freundin Laura für ihre erste Reise in einem Campervan. Und eine ganz bewusste Entscheidung, sagt Max:

„Wir wollten etwas, das wir vorher auf unseren Reisen noch nie erlebt hatten: absolute Freiheit. Einfach dahin fahren, wo es uns gerade hinzieht. Der Crosscamp war dafür natürlich ein perfekter Begleiter.“
Maximilian Pohler

 

Und so nahmen sich die beiden knapp zwei Wochen Zeit, um nach einem kurzen Aufenthalt in der Schweiz vom Comer See Richtung Süden nach Italien aufzubrechen. Von dort planten sie, über Ligurien und die fortlaufende Westküste des Stiefels in die Kulturlandschaften der Toskana vorzustoßen. Gut, dass es vom schweizerischen Teil des Comer Sees auf italienisches Staatsgebiet nur ein Katzensprung ist, schließlich teilen sich die beiden Länder den von den alten Römern Larius Lacus getauften See mit seinen ringsum kleinen Dörfern und historischen Villen freundschaftlich. 

Camping Goals mit Ozeanblick

Weil das eigentliche Ziel aber nach wie vor die Toskana war, hieß es für das Paar nach kurzer Zeit: Rein in den Crosscamp und der Sonne entgegen! Immer mit an Bord: ein gutes Gefühl. „Der Crosscamp fährt sich klasse, auch wegen der vielen Assistenzsysteme. Wir haben uns immer sehr sicher gefühlt, und besonders der Tempomat war für längere Strecken oder auf den Pässen zwischen der Schweiz und Italien sehr angenehm.“

Ihr erstes Zwischenziel erreichten Max und Laura in Form der ligurischen Kleinstadt Moneglia, die landseitig durch Gebirgsausläufer und seeseitig durch das ligurische Meer gerahmt ist. „In Moneglia gibt es drei einzigartige Campingplätze an der Küste“, erzählt uns Max. „Sie alle sind verbunden durch einen alten, heute mit dem Auto befahrbaren Eisenbahntunnel. Weil der aber nur eine Spur besitzt, mussten wir teilweise mehr als eine halbe Stunde warten, bevor es weiterging. Das war aber kein Problem, denn auf den Campingplätzen haben wir immer Stellplätze gefunden – und zwar direkt am Meer.“ Die Gelegenheit, den Sonnenaufgang und Untergang vor Ort gemütlich aus dem Crosscamp zu genießen, fanden unsere beiden Italien-Camper übrigens so wundervoll, dass sie auf ihrem Rückweg noch einmal für zwei Nächte in Moneglia Halt machen sollten.  

San Gimignano: Das kleine Florenz im Herzen der Toskana

Nach den traumhaften Erlebnissen in Ligurien setzten Max und Laura ihre Reise fort, rollten weiter die italienische Westküste hinab, bis sich vor ihnen endlich die grünen Ebenen der Toskana aufbauten. Einen ersten Vorgeschmack auf die geschichtsträchtige Region bekamen die beiden bei einem Kurztrip ins malerische Florenz – jene Stadt, die als Geburtsort der Renaissance gilt. 

Fragen wir nach den Highlights der Italienreise, kommt Max aber eine andere, viel unscheinbarere Stadt in den Kopf: San Gimignano, eine weniger als 8.000 Einwohner zählende Kleinstadt im Südwesten des alles überstrahlenden Medici-Juwels Firenze. Mit ihren zahlreichen erhaltenen „Geschlechtertürmen“, deren Höhe konkurrierenden Patrizierfamilien vor vielen Jahrhunderten als Ausdruck ihrer Macht diente, und einer Historie, die bis ins dritte Jahrhundert vor Christi reicht, hat San Gimignano Max tief beeindruckt.  

„Durch die vielen historischen Bauten ist die bewegte Geschichte der Stadt auch heute noch ganz unmittelbar spürbar. Genauso einzigartig ist die Umgebung mit ihren weiten, grünen Weinbergen.“ Max‘ Tipp für alle San Gimignano-Pilger? „Früh morgens um 7 Uhr sind die Straßen noch beinahe menschenleer – so konnten wir die Stadt bei einem kleinen Bummel und dem ersten Espresso am Morgen noch einmal ganz anders und in Ruhe genießen.“

Campen am Fuße des Weinbergs

Zwar ist Wildcampen in Italien verboten, doch selbst zur Hochsaison war die Suche nach einem Stellplatz für Max und Laura im beliebten Urlaubsland Italien selten herausfordernd. „Letztendlich haben wir immer etwas gefunden. Gerade im Sommer sind die Stellplätze in den touristisch geprägten Gegenden aber sehr begehrt. Vor allem, wenn man spontan unterwegs ist, sollte man ein wenig Zeit für die Suche einplanen.“ Eine Alternative zu klassischen Campingplätzen sind die sogenannten „Agricampeggios“ – private Stellplätze, die oft von Winzern vermietet werden. Sicherlich keine schlechte Idee, bei Einheimischen auch einmal nach dieser Art des Campings zu fragen.  

Max empfiehlt, den eigenen Italien-Trip eher bis Juni oder ab September anzutreten. „Auch wegen der Temperaturen, die im Hochsommer gerne mal auf 38 bis 40 Grad klettern können. Da geht nichts mehr ohne eine Standklimaanlage, die im Crosscamp aber glücklicherweise serienmäßig dabei ist. Ein Ratschlag aus eigener Erfahrung: Die Mückengitter an den Fenstern lieber zu früh als zu spät herunterziehen und oben im Klappdach schlafen. So ist die Nacht im Crosscamp sehr angenehm.“ 

Italienische Köstlichkeiten aus der Crosscamp-Küche

Und wie lief es bei Max und Laura in Sachen Dolce Vita? Osteria-Abstecher oder Crosscamp-Creazioni? „Eine original-italienische Pizza ist natürlich unvergleichlich“, gibt Max durchaus zu. „Trotzdem haben wir fast jeden Tag auch selbst gekocht, unser Frühstück vorbereitet und mit unserer Bialetti-Maschine auf dem Herd leckeren Mokka gekocht. Im Anschluss ist die Spüle super nützlich, genau wie fürs Waschen und Zähneputzen. Und gerade wegen der Hitze des Tages waren die beiden eingebauten Kühlboxen Gold wert, um unsere Einkäufe frisch zu halten.  

Foto, relaxen, Foto – and repeat

Unsere wichtigste Frage haben wir uns für den Schluss aufbewahrt: Hat es das Paar geschafft, sich jene Freiheit zu bewahren, die ihnen im Vorfeld so wichtig war? „Klar, als Fotograf habe ich mir zwischendurch schon Gedanken gemacht, wo und wann ich die besten Motive finde. Aber: Einen solchen Plan durchzuziehen führt immer zu Stress. Auch das Wetter oder die Standmöglichkeiten spielen nicht immer mit. Also haben wir außer der groben Route alles spontan entschieden und sind flexibel geblieben. Früh morgens und in der Dämmerung bin ich raus zum Fotografieren – tagsüber haben wir aber einfach viel Zeit zu zweit verbracht, haben gechillt, am Strand entspannt oder im Crosscamp Strecke gemacht. Also genau so, wie wir es uns vorgestellt haben.“  

Dass sie sich diese Unbeschwertheit und Unabhängigkeit während des gesamten Trips behalten haben, war für Max die beste Entscheidung. „Am Morgen den Campingstuhl aufzustellen, tagsüber aufs offene Meer zu blicken und abends im Crosscamp gemütlich ein gutes Buch zu lesen – ohne Druck und ohne das Gefühl, weiter zu müssen – das haben wir unglaublich genossen.“