Nachhaltiges Campen mit dem Crosscamp

Bloggerin Anina Gepp hat ihre Heimat Schweiz mit dem Crosscamp entdeckt und dabei besonders auf Nachhaltigkeit geachtet. Hier ihre Tipps und Tricks zum Nachahmen:

Für Anina und ihren Freund Chris fühlt es sich wie die grenzenlose Freiheit an, mit dem Crosscamp im Engadin unterwegs zu sein. Sie genießen die Stille der Natur und freuen sich, 24 Stunden an der frischen Luft zu verbringen oder im Freien zu kochen. Die erste Winterkälte zieht auf, Herbst liegt in der Luft und in der Ferne glitzert schon der erste Schnee auf den Bergen. Nachts kuscheln sich die beiden mit ihrer warmen Bettdecke unter das Aufstelldach des Crosscamp.

Anina ist es wichtig, ihren Camping-Urlaub nachhaltig zu gestalten. Das fängt schon beim Essen an. Anina kocht überwiegend selbst in der Crosscamp-Küche – am liebsten vegan und outdoor, denn die Küche lässt sich mit nur wenigen Handgriffen unkompliziert ausbauen. „Notwendige Nahrungsmittel und Küchen-Basics haben wir direkt von zu Hause mitgenommen“, sagt Anina. Das spart Zeit beim Einkaufen und unnötige Ausgaben. Zu den Grundnahrungsmitteln zählen neben Salz und Pfeffer, auch Öl, Reis, Linsen, Bohnen sowie als Zubehör ein scharfes Messer, Bürste, biologisch abbaubares Spülmittel und Geschirrtücher. „Wer es noch nachhaltiger will, holt sich die Lebensmittel beispielsweise beim Unverpacktladen und füllt sie in Tupperware ab.“ Dank des Kühlschranks im Crosscamp können Anina und ihr Freund auch unterwegs immer auf frische Zutaten zurückgreifen und müssen auf nichts verzichten.

Routinen werden nebensächlich

Wo geht man eigentlich unterwegs auf die Toilette? Keiner spricht so wirklich gerne darüber, aber das Thema ist wichtig, interessiert es doch gerade Camping-Neulinge wie Anina brennend. Sie macht sich Gedanken, wie auch dieses „Geschäft“ möglichst nachhaltig ablaufen kann. Ein eigenes WC hat der Crosscamp nicht, dafür bieten Shoppingmalls, Restaurants, Cafés, Raststätten oder auch Museen Möglichkeiten, sich zu erleichtern. Und mitten in der Natur? Ein Platz ist hier schnell gefunden. „Wichtiger ist aber, dieses Plätzchen wieder so zu verlassen, wie es vorgefunden wurde“, findet Anina. Deshalb: Immer eine kleine Schaufel mitnehmen und alles vergraben. Das Toilettenpapier sollte aber in einen Mülleimer. „Alles liegen lassen geht gar nicht – aus Respekt gegenüber der Natur und weiteren Reisenden.“

Was das Paar schnell feststellt: Es ist erstaunlich, wie rasch man sich unterwegs seine täglichen Duschroutinen abgewöhnt. Trotzdem will man natürlich sauber bleiben. Aninas Tipp: „Das einfachste ist eine mobile Dusche.“ Das ist im Prinzip ein kleiner Wassersack mit einem Duschkopf. Der Sack wird am Camper Van oder an einem Baum aufgehängt. „Dafür muss man aber einen kleinen Wassertank bei sich haben, so verbraucht man schnell mal fünf Liter Wasser“. Wer will, kann sich die Dusche auch selbst basteln. Einfach in den Deckel einer großen Getränkeflasche einige Löcher bohren, die Flasche mit Wasser füllen, den Deckel wieder drauf schrauben und fertig ist die wohl einfachste Dusche der Welt. Wichtig: Am besten nur komplett biologisch abbaubare Seife verwenden.

Wer nicht draußen in der Natur duschen oder sich mal richtig die Haare waschen will, wird auf Campingplätzen, an Seen oder in Frei- und Hallenbädern sowie Fitnessstudios fündig. Auch manche Rastplätze bieten Duschen gegen Gebühr an. Zum Abwaschen oder Zähneputzen hat der Crosscamp ein Waschbecken ebenso an Bord wie einen 10-Liter-Wassertank und einen Tank für das Abwasser. Das lässt sich über die dafür vorgesehenen gekennzeichneten Abwasserkanäle entsorgen. „Die Wassertanks sind gut zugänglich in der Kochinsel verbaut und das Handling super einfach“, sagt Anina.

Unkompliziertes Reisen

Wirklich schwierig ist die Frage nach dem Gepäck für einen längeren Roadtrip. Eigentlich müsste man seinen gesamten Kleiderschrank mitnehmen, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. „Aber das Reisen im Campingbus macht auch unkompliziert“, weiß Anina inzwischen, „man braucht weniger als man denkt.“ Am besten funktioniert der „Zwiebel-Look“ mit einer untersten Schicht aus Funktionswäsche. „Die Natur muss kein Catwalk sein“, sagt Anina. Pflichtprogramm ist für sie ein warmer Hoodie, eine lange warme Jogginghose und eventuell eine Mütze für den Kopf. Auf Campingplätzen lässt sich häufig Wäsche waschen.

Apropos packen. Es gibt einige kleine, aber feine Dinge, die so einen Urlaub gleich noch viel entspannter machen. Beispielsweise ein kompakter Besen, mit dem man regelmäßig die Innenräume reinigen kann. Oder eine Fußmatte zum Abputzen der Schuhe. „Auch eine Wäscheleine ist super“, erklärt Anina. Falls man in den Regen gekommen ist und seine Klamotten aufhängen will oder zum Trocknen der Geschirrtücher nach dem Abwasch. „Wir haben uns schnell an das Leben in unserem Crosscamp gewöhnt“, resümiert Anina. Die nächste Tour kommt definitiv. Und nach den vielen positiven Erfahrungen im Crosscamp könnten sich die beiden sogar vorstellen, einmal für längere Zeit in einem Camper zu leben!