Wir fahren weiter, denn uns ruft das Meer. Die holländische Nordseeküste bietet für Camper vielfältige Möglichkeiten und Treffpunkte, und ein echter Hot-Spot darunter ist der Brouwersdamm. Der Betonwall mit seinen Stränden gilt nicht nur unter Kite-Surfern als Sehnsuchtsort, sondern auch bei Campern.
Ähnlich wie in St. Peter-Ording stehen hier unzählige Vans und Wohnmobile, es geht offensichtlich auch ein wenig ums Dabeisein. Wir starren aufs Meer, chillen in der Sonne – und am Ende des Tages müssen wir weg. Übernachten ist hier nämlich streng verboten. Dafür bieten die Niederländer eine große Auswahl von Camping- und Stellplätzen rund um den Damm und so finden auch wir noch einen schönen Campingplatz am Meer.
Trotz der angenehmen Meeresbrise zieht es uns zurück ins Landesinnere. Wir passieren die Grenze zu Belgien. Unser Tagesziel ist das kleine Beernem in Flandern – ein hübsches, typisch belgisches Dorf. Ganz für uns übernachten wir hier auf einem kleinen Stellplatz an einer Schleuse.
Jetzt wollen wir den französischsprachigen Teil von Belgien erleben. Uns zieht es nach Arquennes, ein kleines Dorf in der Wallonischen Region. Hier entdecken wir den außergewöhnlichsten Stellplatz unserer Reise: Eine alte Schleusenanlage, durch die früher Boote von Pferden gezogen wurden, direkt an einem Kanal gelegen.
Die brach liegende Anlage wird langsam von der Natur zurückerobert und bildet damit die perfekte Kulisse für unseren Van. Wir stellen fest: Wird mit dem Camping-Equipment nicht übertrieben, tolerieren die Einheimischen auch mal wild stehende Camper. Vielleicht hat sie auch einfach der CROSSCAMP verzaubert?! Uns hat Camping in Belgien auf jeden Fall überzeugt.
JA! Die Niederländer sind bekannterweise eine echte Camper-Nation. Es gibt unzählige Campingsplätze sowohl im Landesinneren, als auch am Meer. Wildcampen ist leider verboten und wird mit hohen Bußgeldern bestraft, selbst in kleinen Vans oder Wohnmobilen. Allerdings gibt es in einigen Gemeinden ausgewiesene Stellplätze, teils sogar mit Strom und Wasser.
Die offiziellen Campingplätze haben überwiegend hohe Standards in Sachen Sicherheit, Sauberkeit und Ausstattung. Bei Reisen in der Hauptsaison kann eine Reservierung oder zumindest ein Anruf vor Ankunft nicht schaden.
Die Liste ist lang! Da wäre zum einen die wunderschöne Wasserburg Schloss Loevestein in den Niederlanden, die auch unserer Explorer besucht haben. Wer einen Abstecher in eine größere Stadt machen möchte, ist mit Rotterdam oder Amsterdam natürlich gut beraten. Maastricht hat viel für Geschichte-Liebhaber zu bieten. Aber ein Camping-Urlaub in Holland ohne ein bisschen Zeit am Meer ist nicht vollständig! Brouwersdamm ist besonders für Kite-Surfer (oder die, die gerne dabei zuschauen) ein guter Tipp.
In Belgien sind Beernem in Flandern, natürlich Brüssel und das kleine, aber absolut bezaubernde Brügge einen Besuch wert. Wem nach heißen Quellen zumute ist, der sollte den bekannten Kurort Spa ansteuern. In der Wallonischen Region begeistert das Dorf Arquennes und in Luxemburg sollte man in Heiderscheidergrund und Vianden vorbeischauen. Über schöne Landstraßen in den Ardennen erreicht man außerdem den Ort Clervaux mit seiner über dem Städtchen thronenden Schlossburg. Auch auf der Straße von Wiltz nach Esch an der Sauer lässt sich aus dem Camper Van heraus die Schönheit der Gegend gut bestaunen. Aber damit sind nur natürlich nur einige wenige Highlights in den Camping-Ländern Belgien, Holland und Luxemburg genannt.
Habt ihr noch Camping-Tipps für die Beneluxstaaten? Schreibt uns gerne eine Nachricht über Facebook oder Instagram!
Stellplätze gibt es in beiden Ländern zur Genüge! Fündig wird man am besten bei Google oder in Apps wie dem ADAC Camping- und Stellplatzführer, Park4Night oder dem Promobil Stellplatzführer.